Dankbarkeit: Gründe und Tipps, um täglich dankbar zu sein

Dankbarkeit – jeder von uns kennt dieses Gefühl und doch ist es so schwierig es in Worte zu fassen. 

Es ist das tiefe Gefühl der Glückseligkeit, wenn wir realisieren, dass etwas in unserem Leben genau in unsere Karten gespielt hat. Wir empfinden tiefste Zufriedenheit und eine angenehme Wärme füllt unseren Körper. 

Und obwohl Dankbarkeit eine solch schöne Reaktion unseres Körpers hervorruft, reflektieren wir nur selten über die Dinge, für die wir im Leben dankbar sein können. 

Ob für einen gesunden Körper, gute Freunde oder schönes Wetter – das Gefühl der Dankbarkeit kann sowohl deine physische als auch mentale Gesundheit stark verbessern. 

Nicht nur das. Gibst du deine Dankbarkeit weiter, so sorgst du auch bei deinem Gegenüber für ein schönes Gefühl. Vier von fünf Angestellten berichten sogar, lieber und motivierter zu arbeiten, wenn der Chef die geleistete Arbeit wertschätzt. 

Und nun Hand aufs Herz: Wie oft empfindest du im Alltag ein Dankbarkeitsgefühl? 

Keine Sorge, wenn die Antwort darauf nicht wirklich zufriedenstellend ist. Denn die gute Nachricht ist: Wertschätzung und das damit verbundene Gefühl kannst du üben. 

So trainierst du dir mit der Zeit an, auch Dankbarkeit für die kleinen Dinge im Alltag zu empfinden und steigerst somit dein Wohlbefinden. 

junger Mann lächelt und hält seine Hände vor seiner Brust zusammen als Zeichen der Dankbarkeit
Foto: Marcos Paulo Prado, Unsplash

Gründe für die Dankbarkeit-Praxis

Tatsächlich sind die Vorteile der Dankbarkeit fast unzählbar. 

Vielleicht kennst du eine Person, die gefühlt immer am Jammern und Meckern ist. Ständig passt nichts, die Welt ist doof und ungerecht. Die Person ist wohl alles andere als ein lebensfroher Sonnenschein. 

Vielleicht erwischst du dich sogar selbst hin und wieder dabei, Dinge zu bemängeln und das große Ganze zu übersehen. 

An schlechten Tagen kennen das wohl die meisten. Wir konzentrieren uns darauf, was uns fehlt und auf unsere Rückschläge. Dabei lassen wir unsere Erfolge und alles Positive in unserem Leben vollkommen außer Acht. 

Genau an solchen Tagen ist es umso wichtiger, sich das klarzumachen, was man im Leben hat und sich einen Moment für die Wertschätzung zu nehmen. So kannst du deinen Fokus wieder auf das (überwiegende) Positive in deinem Leben lenken. 

Durch die Dankbarkeit kannst du jedoch noch viel mehr erlangen. Im Folgenden möchte ich dir einige Vorteile der Dankbarkeit – Praxis aufzeigen. 

Dankbarkeit verbessert deine physische Gesundheit

Studien zufolge berichten Menschen, die sich der Dinge, für die sie dankbar sein können, bewusst sind, von einer Verbesserung ihrer Gesundheit. Schon nach zwei Wochen empfinden sie weniger Schmerzen, berichten von gesünderer Haut und Verdauung.

Auch langfristig profitieren dankbare Menschen von einer besseren Gesundheit. Kein Wunder, denn sie tendieren dazu, sich mehr um ihren Körper zu kümmern und auf ihn zu hören. 

Füße schauen unter einer rosa Decke hervor - Dankbarkeit kann einen guten Schlaf fördern
Foto: Tracey Hocking, Unsplash

Dankbarkeit lässt dich besser schlafen 

Ebenso kann sich Dankbarkeit positiv auf deinen Schlummer auswirken. 

Bist du jemand, der sich nachts oft mit einem Kopf voller Sorgen und Gedanken im Bett wälzt? 

Dann solltest du dir bald ein Dankbarkeitstagebuch anlegen. 

Kurz vor dem Zubettgehen schreibst du dort einige Dinge auf, für die du heute dankbar bist. So lenkst du deinen Fokus schnell um und wirst den Stress sofort los. 

Außerdem kann der Prozess des Niederschreibens schon super befreiend wirken. 

Wertschätzung macht dich glücklicher und optimistischer

Wer Dankbarkeit praktiziert, fühlt sich mit seinen Nächsten verbundener und empfindet Liebe von Freunden und Familie tendenziell stärker.
Sie lässt dich das wertschätzen, was du jetzt hast und wofür du in diesem Moment dankbar sein kannst.  

Außerdem zaubert sie dir ein Gefühl der Erfüllung, Liebe und Zufriedenheit, die wiederum Stress und Angst ersetzen. Du eignest dir zudem eine optimistische Lebenseinstellung an, denn dir ist bewusst, dass in jeder Situation etwas Gutes steckt. Somit erlangst du mithilfe der Dankbarkeit ein insgesamt gesteigertes Wohlbefinden. 

Dankbare Menschen sind empathischer und weniger aggressiv 

Menschen, die dankbar sind, benehmen sich in sozialen Angelegenheiten deutlich empathischer. Studien zufolge, bleiben sie sogar in Situationen, in denen andere unhöflich sind, gelassen. Sie neigen außerdem viel seltener dazu, sich an anderen zu rächen. 

Auch, leisten dankbare Menschen öfter ehrenamtliche Arbeit und sind sozial engagiert. 

eine junge Frau und ein junger Mann umarmen sich ganz fest und sind beide froh und zeigen Dankbarkeit
Foto: Priscilla Du Preez, Unsplash

Ein “Danke” kann soziale Kontakte stärken

Dankbarkeit macht dich glücklicher, empathischer, gesünder und bringt Balance in dein Leben. Kein Wunder also, dass sich aufgrund dessen auch Türen zu neuen Bekanntschaften öffnen lassen.

Grundsätzlich gelten Menschen, die ihre Wertschätzung kundgeben als viel sympathischer. Sie werden gemocht und ihnen wird mit Unterstützung entgegnet. 

Sowohl berufliche, als auch freundschaftliche, familiäre und Liebesbeziehungen lassen mithilfe der Dankbarkeit stärken. 

Dankbarkeit lernen: die besten Tipps

Du siehst, es gibt eine Menge Aspekte, wie du von Dankbarkeit in deinem Leben profitieren kannst. 

Lass uns also zum Wesentlichen kommen, nämlich zur Frage “Wie kann ich Dankbarkeit ausüben?”

Dafür möchte ich dir im Folgenden meine besten Tipps und Tricks. 

Aber vergiss nicht: Nur, wer sich regelmäßig die positiven Dinge in seinem Leben bewusst macht, kann auch langfristig davon praktizieren. Achte also darauf, die Dankbarkeit-Praxis in deinen Alltag zu integrieren. 

Praktiziere Achtsamkeit 

Die Grundlage für Dankbarkeit-Praxis ist die Achtsamkeit

Setze dich täglich für einige Minuten an einen ruhigen Ort und mache dir die Dinge bewusst, für die du dankbar bist. 

Spüre, wie und wo du die Dankbarkeit in deinem Körper empfindest. Beobachte dieses Gefühl für einige Minuten und lasse es dich erfüllen.

In diesem Moment gibt es nur dich und die Dankbarkeit. 

Auch dein Verstand wird sich nach einiger Zeit an dieses Gefühl gewöhnen. Du wirst ein Bewusstsein für Dankbarkeit entwickeln und auch im Alltag kleine Dinge finden, die du wertschätzt. 

Führe ein Dankbarkeitstagebuch

Hol dir (am besten sofort) einen Notizblock oder ein Heft und schreibe mindestens drei Dinge auf, für die du dankbar bist. 

Der Block ist nun dein Dankbarkeitstagebuch. Mache es dir zur Gewohnheit, täglich in das Tagebuch zu schreiben. Am besten schreibst du entweder direkt morgens nach dem Aufwachen, nach deiner Meditation oder kurz vor dem Zubettgehen. Erinnere dich an alles Positive, was du in deinem Leben hast. 

Am Anfang kann es durchaus zur Herausforderung werden, etwas in ein vollkommen leeres Dankbarkeitstagebuch zu schreiben. Schon nach einer Woche wird es aber ganz anders aussehen.

Hier kommen einige Ideen für den Anfang.
Schreibe über: 

  • Menschen, die du gern hast 
  • Das Wetter
  • Deinen gesunden Körper
  • Deine Stadt
  • Etwas, worauf du dich freust
  • Eigenschaften, die du an dir besonders schätzt
  • Ein Ereignis, das sich für dich als Positiv herausgestellt hat
  • Den Blick aus dem Fenster
  • Dein Zuhause
  • Traditionen und Rituale

Das Schöne ist, dass du für so viele Dinge dankbar sein kannst. Du musst nur Mal bewusst danach suchen. 

eine Hand reicht einer anderen Hand ein kleines schwarzes Herz auf Pappe als Zeichen der Dankbarkeit
Foto: Kelly Sikkema, Unsplash

Teile deine Dankbarkeit

Wir haben ja schon festgehalten, dass es schön ist, seine Dankbarkeit zu teilen. Nicht nur kann es deine Beziehungen stärken, sondern hinterlässt auch beim gegenüber ein schönes Gefühl. 

Um Dankbarkeit zu lernen, kann es sehr sinnvoll sein, an Personen zu denken, die du in deinem Leben besonders schätzt. Denke dabei auch an verständnisvolle Kollegen, engagierte Lehrer oder vielleicht den Autor eines Blogs, den du besonders gern liest. 😉

Für mich persönlich ist es immer etwas einfacher, mich vom Gefühl der Dankbarkeit durchfluten zu lassen, wenn ich an bestimmte Personen, statt an materielle Dinge denke. Vielleicht geht es dir ja auch so. 

Lasse die jeweilige Person doch auch davon wissen, dass du besonders dankbar bist, sie in deinem Leben zu haben (z.B. in Form eines Dankbarkeitsbriefes). Das wird sich sicherlich positiv auf euch beide auswirken. 

junge Frau ist dankbar und hält ihre Hände an ihren Kopf
Foto: Matheus Ferrero, Unsplash

Erinnere dich an schlechtere Zeiten 

Oft nehmen wir Dinge in unserem Leben für selbstverständlich. 

Um das Gegeben jedoch besser wertschätzen zu können, kannst du dich an Zeiten erinnern, in denen es dir nicht so rosig ging. 

Weißt du noch wie es war, als du das letzte Mal mit der Grippe im Bett lagst? Wie sehr hast du dir damals gewünscht einfach nur frei atmen und schmerzfrei schlucken zu können? 

Sich an schwierige Lebenssituationen und den Anfang deiner Entwicklung zu erinnern wird dir dabei helfen zu schätzen, wie weit du gekommen bist und Selbstzweifel zu überwinden

Sei dankbar für deine Herausforderungen

Es sind nicht nur die schönen Sachen im Leben, die uns einen Grund dafür geben, dankbar zu sein. 

Auch Herausforderungen können sich im Nachhinein als etwas herausstellen, das dich stark geprägt hat. Wir lernen aus Herausforderungen und wachsen mit ihnen. 

Grabe etwas tiefer und versuche dich an Rückschläge und Schwierigkeiten zu erinnern, aus denen du gelernt hast. 

Gab Ereignisse, das dich besonders stark gemacht haben?

Auch diese solltest du wertschätzen, denn nur dank ihnen bist du die Person, die du heute bist. 

junge Frau hat eine Herausforderung bewältigt und hält ihre Hände, die einen Ast halten hoch
Foto: Juan Jose, Unsplash

Achte auf deine Sprache

Dankbare Menschen erkennst du oft an ihrer Ausdrucksweise. Sie reden davon, dankbar zu sein und bedanken sich oft. Sie empfinden vieles als Segen oder ein Geschenk, reden von Fülle und Glückseligkeit. Ihre Sprache unterstützt sie dabei, Dankbarkeit auch im Alltag zu empfinden. 

Willst du dir eine positive Ausdrucksweise aneignen, die auch dein Unterbewusstsein zum positiven verändert?

Dann sind positive Affirmationen etwas für dich. Hier kannst du mehr darüber erfahren.

Jedoch können auch Gesten deine Dankbarkeit-Praxis unterstützen. Gewöhne dich daran öfter zu lächeln und arbeite an einer offenen Körpersprache

kleines Mädchen hilft einem kleinen Jungen vom Boden aufzustehen
Foto: Annie Spratt, Unsplash

Helfe anderen 

Überlege, wie du dich für andere einsetzen oder hilfreich machen kannst. Viele dankbare Menschen betreiben zum Beispiel regelmäßig Freiwilligenarbeit. 

Zum einen kann dich diese Erfahrung lehren, das wertzuschätzen, was du für selbstverständlich hältst. Du erkennst somit, dass nicht alle Menschen es so gut haben wie du. 

Zum anderen wird das eigene Wohlbefinden nachweislich gesteigert, wenn man anderen hilft. 

Anderen zu helfen, hilft also auch dir. Was könnte erfüllender sein? 

Du siehst, es sind die kleinen Gewohnheiten, die das Leben deutlich schöner machen können. 

Du kannst die Veränderung, die du in der Welt sehen willst, sein, indem du etwas mehr Bewusstsein und Dankbarkeit in deinen Alltag bringst. 

So kannst du nicht nur dein persönliches Wohlbefinden steigern, sondern auch die Welt ein kleines Stückchen besser machen. 

Share on facebook
Share on pinterest
Share on linkedin
Share on twitter