junge Frau meditiert auf einem Feld beim Sonnenuntergang um negative Gedanken loszuwerden

Negative Gedanken loswerden: Ursachen und die effektivsten Tipps

Die meisten Menschen verbringen viel Zeit in ihren Gedanken. 

Wir machen uns Sorgen, spielen vergangene Ereignisse immer wieder durch und konzentrieren uns oft darauf, womit wir unzufrieden sind. 

Negative Gedanken rauben uns Energie und halten uns davon ab unseren Wünschen und Träumen nachzugehen. 

Auch können negative Gedankenspiralen auf Dauer zu Angstzuständen und Depressionen führen. 

Nun soll Schluss mit negativen Gedanken sein!

In den letzten 30 Jahren als Therapeutin habe ich vielen meiner Kunden beibringen können, ihre negativen Gedanken in positive umzuwandeln. 

Hier möchte ich die besten Praktiken nun auch mit dir teilen. 

Lass uns loslegen!

junger Mann schaut aus dem Fenster um seine negativen Gedanken loszuwerden
Foto: Norbert Kundrak, Unsplash

Woher kommen negative Gedanken?

Um in Zukunft deine negativen Gedanken stoppen zu können, musst du zuerst verstehen, was die Ursache dieser Gedanken ist. Lass uns hier kurz darauf eingehen. 

Der Verstand will das Unbekannte meiden

Die simple Wahrheit ist die folgende: Der menschliche Verstand hat eine wichtige Aufgabe, nämlich dich so lange wie möglich am Leben zu halten. 

Ich erkläre dir, was das mit deinen trüben Gedanken zu tun hat. 

Da dein Verstand dich schützen will, versucht er, dich von allen Risiken, Gefahren und allem Unbekannten fernzuhalten. Du sollst dich möglichst viel vergnügen und in deiner Komfortzone bleiben. 

Aus diesem Grund wehrst und fürchtest du das Unbekannte und machst dir viele Sorgen um die Zukunft, anstatt dich darauf zu freuen. 

Es ist unglaublich wichtig zu verstehen, dass du Zeit und Energie mit negativen Gedanken an die Zukunft verschwendest. Dabei weißt du nicht ein Mal, was die Zukunft bringt und ob die gefürchteten Szenarien je eintreten werden. 

Negative Erfahrungen 

Eine weitere Ursache negativer Gedanken können Rückschläge aus der Vergangenheit sein. 

Wir tendieren dazu, unsere Vergangenheit auf die Zukunft zu projizieren und das Gleiche zu erwarten. 

In vielen Fällen kommt auch die Scham hinzu.
Einige von uns schämen sich für ihre Fehler der Vergangenheit und halten sich aufgrund dessen davon ab, die Zukunft in einem positiven Licht zu sehen.

einsamer Ort mit Treppen und Graffiti, Zeichnungen auf der Wand
Foto: Start Digital, Unsplash

Destruktive Glaubenssätze 

Destruktive Glaubenssätze sind negative Denkmuster, die immer wieder auftauchen. 

“Ich bin nicht talentiert genug”

“Keiner interessiert sich für meine Gefühle”

“Meine Meinung ist unwichtig”

“Ich bin hässlich”

All das sind Beispiele für negative Glaubenssätze und Selbstzweifel, die dich davon abhalten, dein Potenzial auszuschöpfen und das zu tun, was du wirklich willst. 

Diese destruktiven Gedankenmuster entstehen meist schon in der Kindheit und werden durch Eltern, Lehrer und vor Allem heutzutage auch zum Großteil durch Medien indirekt vermittelt. 

Wer in der Kindheit nämlich oft destruktive Botschaften empfangen hat, hat sie mit der Zeit geglaubt und in das Unterbewusstsein aufgenommen. 

Katastrophisierung 

Einige Menschen neigen dazu alles zu katastrophisieren bzw. das Negative in ihrem Leben zu magnifizieren. 

Alles, was positiv ist, wird dabei nahezu ausgeblendet. Die negativen Gedanken überwiegen stark. 

Es handelt sich hierbei um eine kognitive Verzerrung, bei der betroffene Menschen davon ausgehen, dass negative Szenarien mit Sicherheit eintreten und vernichtend ausfallen würden. 

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Den Verstand verstehen, um negative Gedanken loszuwerden 

Um deine negativen Gedanken langfristig zu stoppen, musst du verstehen, wie dein Verstand funktioniert und worauf er reagiert. 

So kannst du eine Strategie entwickeln, um deine negativen Gedanken in positive umzuwandeln und auch langfristig von negativer Stimmung und trüben Gedanken fernzubleiben. 

Dafür habe ich hier die wichtigsten Prinzipien und Regeln des Verstandes aufgelistet. 

Nachdem du diese verinnerlicht hast, wird es dir deutlich einfacher fallen, deinen Verstand für dich, anstatt gegen dich arbeiten zu lassen. 

  • Jedes Wort und jeder deiner Gedanken formen einen Plan, nach dem der Verstand vorgeht. 
  • Jeder deiner Gedanken ruft eine körperliche bzw. emotionale Reaktion in dir hervor. 
  • Die Vorstellungskraft ist das stärkste Werkzeug, das du benutzen kannst, um dein Unterbewusstsein zu programmieren. 
  • Dein Verstand reagiert auf die Bilder, die du ihm vorgibst. 
  • In einem Kampf zwischen Emotionen und Logik gewinnt meist die Emotion
  • Dein Verstand macht immer das, wovon es denkt, dass du es (unterbewusst) willst. 
  • Das Unterbewusstsein will dich von allen Risiken und allem Unbekannten fernhalten. 
  • Deinem Verstand ist egal, ob das, was du ihm vorgibst gut, schlecht, richtig oder falsch ist – er glaubt es einfach und handelt danach.
  • Je mehr Bewusstsein du in deine Gedanken bringst, desto weniger Kontrolle hat das Unterbewusstsein. 
  • Der Verstand reagiert eher auf Wörter, die lebhafte Bilder hervorrufen. 
  • Der Verstand lernt durch Wiederholung.
  • Alles, worauf du deine Aufmerksamkeit lenkst, wird wachsen. 
junger Mann mit einem Monitor vor dem Kopf, der den Vertstand und das Unterbewusstsein repräsentiert, wird gesteuert von einer Fernbedienung
Foto: Noah Buscher, Unsplash

Negative Gedanken loswerden: die besten Praktiken 

Nun, da du die wichtigsten Prinzipien des Verstandes kennst, können wir darauf aufbauen. So kannst du nun verstehen, wie und vor allem warum die folgenden Praktiken gegen negative Gedanken wirksam sind. 

Negative Gedanken erkennen 

Der erste Schritt beinhaltet immer, sich der negativen Gedanken bewusst zu werden. Hast du nämlich kein Bewusstsein für deine destruktiven Gedanken, kannst du auch nicht dagegen unternehmen. 

Versuche also, deine negativen Gedanken immer öfter zu fangen. 

Um dein Bewusstsein und deine Achtsamkeit zu schärfen, kannst du zum Beispiel Meditation für positives Denken praktizieren. 

Nach einiger Zeit und regelmäßigem Achtsamkeitstraining wird es dir deutlich einfacher fallen, deine Gedanken bewusst wahrzunehmen. 

Sobald du dir des negativen Denkens bewusst bist, hinterfrage es. Fange eine innere Diskussion mit dir an. 

junger Mann mit Cap schaut nachdenklich in den Himmel und will seine negativen Gedanken loswerden
Foto: Kelvin Valerio, Pexels

Frage dich:

  • Stimmt der Gedanke überhaupt?
  • Welche Gegenargumente gibt es?
  • Welche Perspektiven gibt es, um diesen Gedanken zu betrachten?

Allein durch das Bewusstsein, das du damit in dein Gedankenkarussell einschleust, wird ein großer Teil der negativen Gedanken ihren Weg raus aus deinem Kopf finden. 

Extra Tipp: Kommuniziere mit dir selbst, als würdest du mit einem Freund reden. Dem würdest du nämlich auch alle Zweifel und schlechte Gedanken nehmen wollen. 

Ablenken von schlechten Gedanken 

Hier kommt dir das Prinzip der Aufmerksamkeit zugute. 

Denke daran: Wo auch immer deine Aufmerksamkeit fließt, davon wird mehr kommen. 

Dieses Prinzip kannst du in allen Lebensbereichen anwenden. 

Erkenne, dass Ablenkung ein wichtiges Werkzeug werden kann, wenn es darum geht, negative Gedanken loszuwerden. 

Denke an etwas, was dir positive Gefühle beschert, etwas, das du gerne unternimmst. 

Ganz egal, ob es Sport, Malen, Basteln oder ein Telefonat ist. Denke an etwas, das dich glücklich macht und ablenken wird. 

Positiven Affirmationen: negative Gedanken in positive umwandeln 

Das ist einer meiner Lieblingstipps. Positive Affirmationen sind nämlich unglaublich effektiv. 

Deine Gedanken und Bilder formen deinen Verstand. 

Das trifft zu, sowohl bei negativen, als auch positiven Gedanken. Erinnere dich hier an die Prinzipien, nach denen dein Verstand agiert. 

Je lebendiger das Bild, das ein Gedanke hervorruft, desto stärker wird er vom Unterbewusstsein aufgenommen. Das ist eine tolle Nachricht, denn hiermit lässt sich super arbeiten. 

Außerdem lernt der Verstand durch Wiederholungen. Auch hier kommen positive Affirmationen wie gerufen. 

Es handelt sich hierbei um positive Gedanken und Aussagen, die du dir immer wieder selbst zusprichst. So kann dein Unterbewusstsein sie nach einer Weile aufnehmen und wird sich danach richten. 

Beispiele für positive Affirmationen können sein: 

  • Ich verfüge über Wissen und Fähigkeiten, die mich zu meinem Traumjob führen.
  • Ich verfüge über genügend Energie, alles, was ich plane zu erreichen. 
  • Ich bin es wert geliebt zu werden.
  • Ich bin Experte in meinem Bereich und meine Meinung wird von meinen Kollegen geschätzt.

Kennst du schon unsere vollständige Liste, der 100 effektivsten Affirmationen?

Geführte Meditation für positives Denken 

Meditation ist ein starkes Werkzeug und eignet sich super dafür, deine negativen Gedanken zu stoppen. 

Vor allem für Meditationsanfänger empfehle ich gerne geführte Meditationen. Diese unterstützen dich bei deiner Intention und begleiten dich bei deiner Meditationspraxis. 

Probiere doch Mal diese geführte Meditation gegen negative Gedanken aus. 

Umgebung wechseln und negative Gedanken vertreiben 

Deine Umgebung hat so viel Auswirkung auf dein Unterbewusstsein und deine Persönlichkeit. 

Was sich in deiner Kindheit vielleicht destruktiv ausgewirkt haben könnte, kannst du jetzt nutzen. 

 

Kennst du das, wenn von jemandem eine negative oder positive Energie ausgeht?

Wenn jemand ständig meckert, verurteilt oder negatives vorhersagt, färbt es auf Dauer auch auf dich ab, denn dein Gehirn lernt durch Wiederholung. 

Achte also darauf, deine Umgebung anzupassen. Willst du deine negativen Gedanken loswerden? 

Dann muss auch deine Umgebung mit deinem Vorhaben übereinstimmen. 

Dankbarkeit gegen negative Stimmung

Regelmäßig Dankbarkeit zu praktizieren, wirkt sich sehr positiv auf dein Leben aus, das ist nun auch von der Forschung bestätigt. 

Auch, wenn du eine schwierige Zeit durchlebst, wird es in deinem Leben sicherlich etwas geben, wofür du dankbar sein kannst. Selbst, wenn es sich hierbei um Kleinigkeiten handelt, hole sie dir ins Bewusstsein und spüre die Dankbarkeit dafür tief in dir drin. 

Diese Sachen auf Papier zu schreiben, kann diese Erfahrung noch verstärken. Es ist ein unglaublich einfaches und doch so wirkungsvolles Werkzeug, um negative Gedanken und Gefühle in positive umzuwandeln. 

Deine trübe Stimmung wird sofort aufheitern. 

Schreibmaschine Text Danke in verschiedenen Sprachen Dankbarkeit gegen negative Gedanken
Foto: Wilhelm Gunkel, Unsplash

Negative Gedanken loslassen und das Unbekannte bekannt machen 

Du machst dir Sorgen um ein zukünftiges Ereignis und befürchtest ein negatives Szenario?

Dann liegt es mit großer Sicherheit daran, dass du es noch nie gemacht hast. Dein Verstand kennt die bevorstehende Situation schlicht und einfach nicht, deswegen will er dich um jeden Preis davor bewahren. 

Die Lösung: Deine Komfortzone aktiv verlassen und dich bewusst auf das Neue, Unbekannte einlassen. 

So wird es in deinem Leben einerseits immer weniger Situationen geben, vor denen du dich fürchtest. 

Andererseits wirst du immer öfter bemerken, dass deine Befürchtungen gar nicht in Erfüllung gehen und die Situation meist besser ausgeht, als erwartet. 

Das wird dein Selbstbewusstsein stärken und dich vor negativen Gedanken bewahren. 

junge dunkelhäutige Frau ist befreit von negativen Gedanken, ist erleichtert, genießt den Moment
Foto: nappy, Pexels

Fazit

Negative Gedanken loszuwerden, erfordert immer einen Grad an Bewusstsein und Achtsamkeit. 

Nur wer seine Gedanken bewusst wahrnimmt und diese hinterfragt, ist auch in der Lage, sie selbst zu steuern und umzuwandeln. 

Ich hoffe, dass du in diesem Artikel einen Überblick darüber erhalten konntest, wie dein Verstand funktioniert und wie du deine negativen Gedanken verwerfen und umwandeln kannst. 

Willst du nun lernen, dein Gedankenkarussell zu stoppen und deinen Kopf komplett frei zu bekommen? 

Dann lese diesen Artikel.

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Dann melde dich hier für meine kostenlose Masterclass an. 

Marisa Peer - Therapeutin und Autorin
Marisa Peer Therapeutin Hypnotherapie RTT

Marisa ist eine renommierte Therapeutin, Sprecherin und Bestseller-Autorin. In ihren 30 Jahren Erfahrung als Therapeutin entwickelte sie ihre eigene Methode und wurde als die beste Therapeutin Großbritanniens ausgezeichnet. 

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